Kraepelin, Emil
Nachname:
Kraepelin
Vorname:
Emil
Epoche:
19. Jahrhundert
20. Jahrhundert
Arbeitsgebiet:
Neurologie
Psychiatrie
Psychologie
Geburtsort:
Neustrelitz (DEU)
* 15.02.1856
† 07.10.1926
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Psychiater, Wegbereiter der somatisch orientierten Psychiatrie im 20. Jahrhundert.

 

Emil Wilhelm Georg Magnus Kraepelin (1856-1926) wurde am 15. Februar 1856 in Neustrelitz geboren. Sein Vater, ein Schauspieler, Opernsänger und Musiklehrer, war häufig beruflich unterwegs und soll Probleme  mit Alkohol gehabt haben. Um 1870 trennten sich die Eltern und Kraepelin wuchs bei seiner Mutter auf. Zu seinem älteren Bruder Karl, später Professor für Botanik, hielt er zeitlebens engen Kontakt. 1874 begann Kraepelin das Medizinstudium in Leipzig, wechselte zwei Semester später nach Würzburg, aber ging zum Sommersemester 1877 wieder zurück nach Leipzig, um Wilhelm Wundt kennen zu lernen, der dort einen Ruf angenommen hatte (Steinberg 2001, S. 79). Noch als Student bot ihm bald darauf Franz von Rinecker in der Irrenabteilung des Würzburger Juliusspitals eine Assistentenstelle an, die er im Juli 1877 antrat. Dort schloss er sein Studium ab und promovierte 1878.

 

Klinische Erfahrungen

Um 1880 war die Psychiatrie als klinisches, naturwissenschaftliches Fach etabliert. Die institutionelle Infrastruktur wurde ausgebaut und zugleich entstand eine kritische, liberale Patientenbewegung. Ein grundlagentheoretisches Problem blieb, und darauf wies Kraepelin selbst stets hin, die Erklärung der sog. „funktionellen“, nicht organisch begründbaren Störungen. Neben dem Modell der Einheitspsychose (Zeller, Griesinger), das diverse Symptome auf eine gemeinsame Grundstörung zurückführte, gab es hirnpathologische Ansätze (Meynert, Wernicke) sowie die erbtheoretische Degenerationstheorie (Morel, Magnan). 1878 trat Emil Kraepelin seine erste Stelle als approbierter Stationsarzt an der Kreisirrenanstalt München unter Bernhard von Gudden an. Dort arbeitete er mit dem Psychiater, Schriftsteller und späteren Patienten Oskar Panizza zusammen (vgl. Müller 2000). Gegenüber von Guddens hirnpathologischer Forschung sah er sich als ein „Psychiater mit psychologischen Neigungen“ (1983, S. 82).

 

Auf Anraten von Wundt wechselte Kraepelin 1882 zu Paul Flechsig an die Leipziger Universitätsklinik und arbeitete gleichzeitig in Wundts Labor. Nach vier Monaten entließ Flechsig ihn, da er die Patienten und die Hygiene auf der Station vernachlässigt habe (Steinberg 2001, S. 106 ff.). Nach der Habilitation erschien 1883 sein erstes Buch, das Compendium der Psychiatrie, aus dem er in den nächsten dreißig Jahren das mehrbändige Lehrbuch für Studirende und Aerzte als autoritatives Standardwerk entwickelte. 1884 trat Kraepelin eine Oberarztstelle im schlesischen Leubus an, was ihm die bereits länger geplante Heirat mit seiner sieben Jahre älteren Jugendfreundin Ina Schwabe ermöglichte. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor, vier davon starben noch als Säuglinge. Seine Tochter Ina arbeitete später als Ärztin an der Münchner Klinik ihres Vaters. 1885 wechselte er für ein Jahr in die Irrenabteilung des Stadtkrankenhauses Dresden.

 

Universitäre Karriere

Schließlich folgte Kraepelin 1886 einem Ruf auf das Ordinariat für Psychiatrie der – damals kaiserlich-russischen – Universität Dorpat im heutigen Tarku (Estland). Dort arbeitete er weiter experimentalpsychologisch, aber entwarf zugleich sein klinisches Forschungsprogramm. Im Frühjahr 1891 übernahm er das Ordinariat an der Heidelberger Universität, strukturierte die Klinik um und richtete mit Mitarbeitern wie Gustav Aschaffenburg, Alois Alzheimer, Robert Gaupp oder Franz Nissl ein psychologisches Labor sowie klinische Wachsäle zur Forschung ein. Grundsätzlich verwarf er einheitspsychotische oder hirnpathologische Ansätze, nahm jedoch somatisch fundierte „Krankheitseinheiten“ an, um seine neue „Formenlehre“ theoretisch zu fundieren. Dabei verglich er tausende von Verläufen und Nachuntersuchungen auf „Zählkarten“, um Prognosen und damit Diagnosen zu begründen (Kraepelin 1897, S. 842 f.). Nach Roelcke (2013, S. 116; 2003) waren diese Erhebungen durch laborwissenschaftliche Prämissen und somit auch durch den Ausschluss subjektiver oder psychosozialer Daten vorstrukturiert. Kraepelin formulierte die klinische Erfahrung als Beobachter und Positivist. In der universitären Demonstration benutzte er bisweilen Nadeln, mit denen er Patienten stach, um deren Reaktionen zu prüfen (1916, S. 112). Obwohl der Arzt im Zuge der „psychischen Behandlung“ zum „Erzieher und Freund“ werden solle (1899, I, S. 323), blieben ihm die verstehenden Methodologien von Freud, Jaspers oder Weber fremd. 1903 wechselte Kraepelin an die Münchner Klinik, u.a. weil er dort bessere Bedingungen für den Aufbau größerer Anstalten sah. Im gleichen Jahr reiste er mit seinem Bruder Karl nach Java (1904a). Er gilt als der erste, der die besseren Prognosen von Schizophrenien (die Kraepelin ab 1899 „Dementia praecox“ nannte) in nicht-industrialisierten Ländern erkannte. In dieser Zeit setzte er sich auch für forensische Fragen, die Alkoholabstinenzbewegung und Trinkerheilanstalten ein.

 

Privat interessierte Kraepelin sich für Botanik und Literatur, schrieb Gedichte (1928) und verbrachte oft drei bis vier Monate im Jahr am Lago Maggiore, wo ihm ein großer Garten und eine Bibliothek zur Verfügung standen. Ab 1912 plante er ein größeres Forschungsinstitut, sammelte dafür Spenden von Unternehmern und Bankiers (Engstrom 2010), und gründete 1917 die Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie im Verbund mit der Klinik (ab 1924 Kaiser-Wilhelm-Institut; heute Max-Planck Institut für Psychiatrie). Kraepelin wurde 1922 emeritiert und starb 1926 im Alter von 71 Jahren an einer Grippe-Pneumonie in München.

 

Klassifikation und Systematik

Als Kraepelins Hauptleistung gilt die Neuordnung der psychiatrischen Klassifikationen. Bereits um 1890 hatte Paul Möbius vorgeschlagen, die Psychosen in die beiden Gruppen der „endogenen“ (ohne somatische Ursache) und der „exogenen“ (organisch begründbaren) Störungen aufzuteilen. Kraepelin erfasste 1899 in der sechsten Auflage des Lehrbuchs auch „psychogene“ Störungen und skizzierte in einem Vortrag erstmals sein Konzept der „Dementia praecox“ („vorzeitige Demenz“). Mit diesem Begriff wollte er chronische Verläufe fassen, die mit einem verfrühten kognitiven Abbau sowie Störungen von Wahrnehmung, Denken, Aufmerksamkeit und Willen einhergingen. Eugen Bleuler bezeichnete diese Art von Störungen 1911 als „Gruppe der Schizophrenien“ (Berrios, Luque & Villagrán 2003, S. 166 ff.; Bernet 2013). Kraepelin führte 1899 zudem das Modell der „manisch-depressiven“ Störungen mit günstiger Prognose ein. Gleichzeitig beschränkte er den Begriff der „Paranoia“ von vormals über fünfzig Prozent auf drei bis vier Prozent aller klinischen Fälle (1904, Bd. II, S. 595 f.). Diese Abgrenzungen gelten als nosologisch bahnbrechend – insbesondere die kategoriale Trennung zwischen den, in heutiger Terminologie, „schizophrenen“ und „bipolaren“ Störungen. In der achten Auflage des Lehrbuchs (1913, Bd. III, S. 667 ff.) ordnete er die „Dementia praecox“ samt den „paranoiden“ Störungen und der mild verlaufenden psychotischen „Paraphrenie“ den „endogenen Verblödungen“ zu. Damit schuf er eine ätiologisch und über Annahmen zum klinischen Verlauf prognostisch begründbare Systematik mit fünf Hauptgruppen (1916, S. 298 ff.):

 

● „Psychosen durch äußere körperliche Schädigungen“ (u.a. Hirnverletzungen, Vergiftungen),

● „Psychosen infolge von inneren körperlichen Krankheitsvorgängen“ (u.a. Senilität, Epilepsie, Dementia praecox, Paraphrenie),

● „psychogene Erkrankungen“ (u.a. traumatische Neurose, nervöse Erschöpfung, Querulantenwahn),

● „konstitutionelle Seelenstörungen“ (u.a. manisch-depressives Irresein, Paranoia, Hysterie, Zwangsneurose),

● „angeborene Krankheitszustände“ (Nervosität, Psychopathie, Oligophrenie).

 

Diese kategoriale Ordnung prägt in den Grundzügen auf der Achse der Symptome auch heute noch die wichtigsten internationalen Klassifikationssysteme  (ICD-10; DSM-5).

 

Wissenschaft und Politik

Schon Kurt Kolle (1956, S. 177) wies in seiner biographischen Skizze auf Kraepelins „betont völkische“ Einstellung hin. Michael Shepherd sprach 1995 von Kraepelins „zwei Gesichtern“ als Naturwissenschaftler und politischer Reaktionär. Dazu erklären Weber, Burgmaier und Engstrom (2006, S. A 2690): „Kraepelins Sorge um die ‚psychische Volkshygiene‘ prägte auch seine Wissenschaft.“ Kraepelin war wohl zunächst ein politischer Anhänger Bismarcks und für die Leipziger Zeit vermutet Steinberg (2001, S. 19) sozialdemokratische Neigungen. Nach 1900 beschäftigte Kraepelin sich zunehmend mit bevölkerungspolitischen Fragen. In einem Vortrag über Die psychiatrischen Aufgaben des Staates (1900, S. 17) billigte er den psychiatrischen Anstalten – wie vor ihm bereits Morel – eugenische Zwecke zu, da sie „zahlreiche Kranke an der Fortpflanzung ihrer bedenklichen Eigenschaften“ hindern würden. Und in seinem Lehrbuch warnte er 1909 vor „ernsthaften Gefahren für unsere Rasse“ angesichts der steten „Züchtung“ von Menschen durch den „Kampf ums Dasein“ in der urbanen Industriegesellschaft, „wenn die Wirkungen dieser Umstände, woran nicht zu zweifeln ist, sich in vererbbaren Eigenschaften weiter Volkskreise niederschlagen“ (S. 198 ff.; vgl. dazu Hoff 2008). Trotz dieser Aussagen hat Kraepelin sich in seinem wissenschaftlichen Werk vergleichsweise zurückhaltend zu eugenischen Fragen geäußert (z.B. im Vergleich mit Auguste Forel).

 

Im Lauf des ersten Weltkriegs radikalisierte Kraepelin sich politisch. Vermutlich stand er unter dem Eindruck der enormen Verluste an deutschen Soldaten und entsprechend völkischer Ängste. So beteiligte er sich 1916 im Umfeld alldeutscher Honoratioren leitend am „Volksausschuß für die rasche Niederkämpfung Englands” und gehörte 1917 dem Vorstand des bayerischen Landesverbands der rechtsextremen Deutschen Vaterlandspartei an (DVLP; Hardy 2013). Die DVLP, der auch spätere Gegner des Nationalsozialismus wie Fritz Gerlach angehörten, forderte einen Kanzlersturz samt Siegfrieden und weitreichende Gebietsannexionen. Ihre Ziele gingen Kraepelin (1983, S. 192 f.) indes nicht weit genug, er zog sich nach der Auflösung der Partei Ende 1918 enttäuscht aus der Politik zurück.

 

1919 wurden an seiner Klinik mehrere inhaftierte Anführer der Münchner Räterepublik begutachtet. Einem von ihnen, dem Schriftsteller Ernst Toller, hatte Kraepelin bereits nach den Münchner Januarstreiks im Juli 1918 „Psychopathie“ samt Schuldfähigkeit attestiert (vgl. dazu Toller 1933, S. 133 f.; Burgmair, Engstrom, Weber 2009, S. 174 ff.). 1919 wurde Toller von Ernst Rüdin begutachtet, dem von Kraepelin gezielt geförderten, späteren Theoretiker der NS-Rassenhygiene, der ab 1907 an der Münchener Klinik war und 1918 Abteilungsleiter an der Forschungsanstalt wurde.

 

Rezeption

Die von Kraepelin entworfene Klassifikation und insbesondere die nosologische Teilung zwischen Schizophrenie und bipolaren Störungen wurden ab 1920 weitgehend anerkannt. Gegenpositionen nahmen – außer den grundsätzlichen Antipoden wie Jaspers und Freud – unter anderem Alfred Hoche ein, der die Konstruktion von Krankheitseinheiten zugunsten einer syndromorientierten Nosologie ablehnte, aber auch Kraepelins Nachfolger Oswald Bumke (1912), der bereits früh gegen die Degenerationstheorie argumentiert hatte. Die von Kraepelin angestoßene Suche nach der empirischen Evidenz von „natürlichen Krankheitseinheiten“ blieb ein Schlüsselkonzept für die somatisch argumentierende Psychiatrie. Vermittelnde Ansätze finden sich bei Adolf Meyer in den USA und – sensu Jaspers – mit dem „Somatosepostulat“ für die sog. „endogenen Psychosen“ auch bei Kurt Schneider. Demgegenüber zogen die Psychoanalyse, die anthropologische Psychiatrie sowie die ab den 1950er Jahren aufkommenden soziologischen, epidemiologischen und familientheoretischen Modelle auch psychosoziale Kausalitäten in Betracht. Kraepelins Einfluss schien sich in den sechziger Jahren und Anfang der siebziger Jahre zu verringern, doch in den USA setzte Ende der siebziger Jahre eine „neokraepelianische“ Wende ein, um seine Kernthesen zu rehabilitieren (Klerman 1978; vgl. Jablensky 2007; Decker 2007). Kraepelin gilt heute als der wichtigste Wegbereiter der naturwissenschaftlich, nomothetisch und medizinisch ausgerichteten klinischen Psychiatrie im 20. Jahrhundert.

 

Emil Kraepelins Nachlass wird am Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie textkritisch ediert (Burgmaier, Engstrom & Weber 2000-2013).

 

Literatur

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Burkhart Brückner, Julian Schwarz

 

Foto: Unbekannt (Munchener Medizinische Wochenschrift (1926) [1]) / Quelle: Wikimedia / Lizenz:CC-BY 4.0

 

Zitierweise
Burkhart Brückner, Julian Schwarz (2015): Kraepelin, Emil.
In: Biographisches Archiv der Psychiatrie.
URL: biapsy.de/index.php/de/9-biographien-a-z/54-kraepelin-emil-wilhelm-georg-magnus
(Stand vom:21.02.2017)