Stöckle, Tina

Aktivistin der Humanistischen Antipsychiatrie

Kindheit und Ausbildung

Tina (eigentlich: Martina) Stöckle ist in Günzburg in Bayern geboren worden, ihr Vater war Lehrer, ihre Mutter Hausfrau. Später wurden noch zwei jüngere Brüder geboren.  Aufgewachsen in einem katholischen Dorf im schwäbischen Teil von Bayern, war sie schon als Kind mit Vorurteilen aufgrund ihrer roten Haare konfrontiert. Nach ihrem Abitur studierte sie Pädagogik und wurde Hauptschullehrerin. 1981 schilderte sie in einem Interview, dass es ihr in einem kleinen Dorf im Spessart schwerfiel, der Rolle der netten jungen Lehrerin zu entsprechen (Lehmann 2022a, S. 9). Ihr Versuch, mit Alkohol der sie überfordernden Alltagssituation zu entkommen, schlug fehl und endete in einem Autounfall. Nach einem körperlichen Zusammenbruch wohnte sie wieder in ihrem Elternhaus.

Psychiatrisierung

Angesichts Tina Stöckles Alkoholproblem riefen ihre Eltern den Hausarzt, der eine Behandlung in der psychiatrischen Klinik Günzburg veranlasste. Dort wurde der Alkohol durch Psychopharmaka ersetzt (ebd., S. 10). Nach drei Monaten warf man ihr erneuten Alkoholkonsum vor und sie wurde in die Psychiatrie zurückgebracht, dort fixiert und wie zuvor weiterbehandelt. Was sie in ihrem Leben eigentlich wolle, habe sie in der Therapie niemand gefragt, und irgendwelche positiven, ihr Selbstwertgefühl festigenden Rückmeldungen habe es auch nicht gegeben (ebd., S. 11). Nach mehreren Psychiatrieaufenthalten wurde sie in eine Entzugsklinik nahe der Grenze zu Tschechien verlegt, wo man mit Verhaltenstherapie versuchte, sie von ihrer Alkoholabhängigkeit zu befreien. Nach der Entlassung und vergeblichen Versuchen, in Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern und Emotions Anonymous weiterzukommen, zog Tina Stöckle als ‚trockene Alkoholikerin‘ nach Berlin. Sie wollte nicht mehr als Lehrerin arbeiten und ihre Schüler manipulieren, wie sie sagte: „Ich will das nicht, dass ich irgendeine Funktion übernehme, Menschen auf etwas zurichte, nur damit sie wieder in der Gesellschaft funktionieren…“ (zitiert nach: ebd., S. 15).

Sozialwissenschaftliches und bürgerschaftliches Engagement

In Berlin begann Tina Stöckle an der Technischen Universität Berlin ein Studium der Diplompädagogik, Fachrichtung Sozialpädagogik, welches sie 1982 erfolgreich abschloss. Nachdem sie im Herbst 1980 von der gerade gegründeten Berliner Selbsthilfegruppe Irren-Offensive gehört hatte, schloss sie sich dieser Gruppe an, um Menschen zu finden, die nicht nur Ähnliches erfahren hatten, sondern auch bereit waren, sich mit der Psychiatrie sowie der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und offensiv aufzutreten. Sie wollte mitwirken, dass die Mitglieder der Selbsthilfegruppe „… lernen, die Kräfte, die sie sonst gegen sich selbst powern, nach außen richten gegen die kaputtmachenden Verhältnisse…“ (ebd., S. 15-16). Als Thema für ihre anstehende Diplomarbeit wählte Tina Stöckle (1982) den Titel Die Bedeutung der Selbsthilfegruppen im psychosozialen (psychiatrischen) Bereich, aufgezeigt am Beispiel der Irren-Offensive. In der Interviewstudie fragte sie zwölf Mitglieder der Irren-Offensive nach ihren Erfahrungen, Interessen, Bedürfnissen und Erwartungen. Zusätzlich ließ sie sich selbst befragen. Programmatisch wollte Tina Stöckle weder Monologe von Experten, Männern und Akademikern fördern noch über die Betroffenen schreiben, sondern diese selbst zu Wort kommen lassen, ohne hinterher ihre Aussagen zu interpretieren. In den 1980er-Jahren viel diskutierte Ansätze der Gemeindepsychiatrie, Sozialpsychiatrie oder alternativen Psychiatrie waren für sie Schlagworte von sich fortschrittlich dünkenden Professionellen, die viel tun, nur eines nicht: die Betroffenen selbst fragen, was diese eigentlich wollen (Stöckle 2022, S. 312).

Tina Stöckles Diplomarbeit erschien ein Jahr später leicht gekürzt unter dem Titel Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieopfern im Extrabuch-Verlag (1983a) und ist ein Dokument einer betroffenenkontrollierten sozialwissenschaftlichen Forschungsstudie aus einer Zeit, als es den Begriff der ‚nutzerkontrollierten Forschung ‘ noch gar nicht gab. Aus den Interviews und der Perspektive ihrer eigenen Betroffenheit entwickelte Tina Stöckle Kriterien einer Alternative zur Psychiatrie, die sich an den Interessen von nach Freiheit und Selbstständigkeit strebenden Betroffenen orientiert. Gemessen an den Interessen der Interviewten sei die Sozialpsychiatrie ein reines Befriedungsverbrechen, so Tina Stöckle (2022, S. 312). Im Verhältnis zu den in den Interviews formulierten Bedürfnissen, zeige die (damalige) Praxis der Irren-Offensive in ihren Möglichkeiten und Grenzen, worauf es in einer autonomen Selbsthilfegruppe von Psychiatriebetroffenen ankomme: Zusammenschluss, Kampf gegen die Psychiatrie und für Menschenrechte, kollektive Auseinandersetzung mit den eigenen Lebensbedingungen, Selbstorganisation und Selbsthilfe, Befreiung vom psychiatrischen Einfluss, Suche nach dem Sinn des Wahnsinns, Autonomie und persönliche Entfaltung, kritische Auseinandersetzung mit ‚Experten’; Abbau der Machtverhältnisse innerhalb der Gruppe und Widerstand gegen Fremdkontrolle (ebd., S. 147-149).

Praktisches und politisches Engagement

1982 war Tina Stöckle Teil einer Reisegruppe, die zu einem Kongress zu einer betroffenendefinierten alternativen Psychiatrie in Amsterdam reiste, dort das in der Keizersgracht gelegene Weglaufhaus besuchte und nach der Rückkehr in Berlin ein eigenes Ver-rücktenhaus aufbauen wollte (Stöckle 1983b; Projekt Weglaufhaus 1987). Dies sollte selbstverwaltet sein, Wohnraum für Menschen bieten, die Tag und Nacht Zuwendung brauchen, als Anlauf-, Informations- und Kommunikationsstelle dienen und ein Café und einen Veranstaltungsort beherbergen – auch für Veranstaltungen gemeinsam mit anderen Gruppen Ausgegrenzter (Stöckle 1983c). Als notwendig betrachtete sie Geld und materielle Unterstützung durch Dritte, menschliche Wärme, Toleranz und Verständnis; auf die Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter komme es weniger an: „Viel wichtiger als die Zuverfügungstellung beruflicher Qualifikation ist menschliche Zuwendung, die dem Betroffenen hilft, zu sich selbst zu finden. Gefragt sind also Menschen, die einen ernst nehmen, die zuhören können, die Wärme, Geduld, Toleranz besitzen; aber auch Menschen, die vor dem Ver-rücktsein, dem Wahnsinn keine Angst haben und normwidriges Verhalten nicht nur negativ sehen.“ (Stöckle 2022, S. 146) Ähnlich wie in Loren Moshers Soteria-Projekt sah sie eher sogenannte Laien in der Lage, in einem Ver-rücktenhaus mitzuarbeiten. Auch an einer Zufluchtsstätte speziell für Frauen war sie interessiert.

Tina Stöckle engagierte sich zudem als Redaktionsmitglied der Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Redaktionsgruppe Irrenoffensive 1981, 1983, 1987) und verfasste diverse Beiträge für die ersten drei Ausgaben (Stöckle 1981, 1983d; Hentschel et al. 1987) und als Zusatzinformation (Stöckle 1987) für die Broschüre Das Psychiatrische Testament von Thomas S. Szasz. Sie übersetzte den Artikel Die Dame in der Schachtel (Szasz 1983) und gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Irren-Offensive Das Psychiatrische Testament. Ein neuer Gesetzesmechanismus, um Menschen vor „Psychosen“ und vor der Psychiatrie zu schützen (Szasz 1987) aus dem US-Amerikanischen ins Deutsche. Der letztgenannte Artikel lieferte eine inhaltliche Begründung für das 2009 in Deutschland in Kraft getretene Patientenverfügungsgesetz. Der neoliberale, für seine Nähe zur Scientology-Sekte bekannte Psychiater Szasz hatte den Vorschlag von Walter Block, einem US-amerikanischen Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Loyola University New Orleans, publik gemacht: Wieso sollten man nicht für den Fall eines psychischen Ausnahmezustands, in dem einem die Fähigkeit zur Selbstbestimmung abgesprochen wird, ähnlich einer Willenserklärung zu Lebzeiten eine Willenserklärung für den Fall der Psychiatrisierung verfassen? Es ist anzunehmen, dass Tina Stöckle – wenn überhaupt – heutzutage einen Text von Szasz nicht mehr unkommentiert übersetzen würde.

Ab 1983 hatte Tina Stöckle wesentlichen Anteil am Aufbau des mit Landesmitteln finanzierten Treffpunkts der Irren-Offensive in Berlin-Schöneberg, ab 1984 bekleidete sie eine Halbtagsstelle als Diplompädagogin und war neben Peter Lehmann, mit dem sie seinerzeit zusammenlebte, zuständig für die Finanzierung und Organisation des Treffpunkts. 1989 war sie Gründungsmitglied des Vereins zum Schutz vor psychiatrischer Gewalt e.V., der 1996 – knapp vier Jahre nach ihrem Tod – das Weglaufhaus eröffnete.

Tina Stöckle war zwar kein Partei-Mitglied der Alternativen Liste Berlin oder der GRÜNEN, versuchte jedoch, gemeinsam mit anderen psychiatriepolitisch engagierten Mitgliedern der Irren-Offensive diese beiden Parteien in der Weise zu beraten, dass sie Maßnahmen gegen die Verletzung der Menschenrechte von Psychiatrisierten und Forderungen für Alternativen zur Psychiatrie in ihre Programme aufnahmen (Alternative Liste Berlin 1981; Die Irren-Offensive 1981; Opielka 1985; Redaktion TÜRSPALT 1986). Gleichzeitig blieb sie skeptisch und misstrauisch gegenüber sozialpsychiatrischen Tendenzen der Verwässerung und Entschärfung psychiatriekritischen Gedankenguts (Die Irren-Offensive 1983b; Bruckmann et al. 1987; Stöckle & Lehmann 1987; Lehmann et al. 1988).

Verarbeitung der Erfahrungen im antipsychiatrischen Selbsthilfebereich

Nachdem die erste Auflage ihres Buchs von 1983 vergriffen war, zweifelte Tina Stöckle, ob ein Nachdruck sinnvoll sei. Sie befürchtete, ihr Buch könne in einigen Passagen zur undifferenzierten Verherrlichung von Verrücktheit beitragen. Ihre mit der Zeit zunehmende Skepsis basierte auf ihren persönlichen Erfahrungen im Feld der antipsychiatrischen Selbsthilfe.

Neben Ludger Bruckmann war sie das letzte verbliebene aktive Mitglied derjenigen Fraktion, die mit ihrer radikalen Einstellung den antipsychiatrischen Ruf der Irren-Offensive begründet hatte. Vor ihr hatten andere langjährig antipsychiatrisch Aktive nach und nach die Gruppe verlassen, nachdem sie erlebt hatten, dass auch das Lager der Psychiatriebetroffenen nicht frei von Niedertracht, Mobbing, Macht- und Geldgier sowie Gewaltausübung ist. In dieser Situation – es war Anfang der 1990er-Jahre – entschloss sich Tina Stöckle zur Wiederveröffentlichung ihres Buches – als historisches Dokument. Die in der real-existierenden Irren-Offensive seit 1989 neu aufgekommenen problematischen Strukturen sollten die früheren Ideale nicht dem Vergessen preisgeben.

Weglaufhaus „Villa Stöckle“ und der Nachlass

Tina Stöckle starb am 8. April 1992, im Jahr der Kündigung ihres Arbeitsvertrags seitens des neuen Vorstands der Irren-Offensive, an Nierenversagen. Sie wurde nur 43 Jahre alt.

Es dauerte noch acht Jahre, bis die erste Neuausgabe ihres Buches im Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag erscheinen sollte (Stöckle 2000), und weitere fünf Jahre, bis in der Folgeauflage das im Untertitel enthaltene Wort ‚Psychiatrieopfer’ durch ‚Psychiatrieüberlebende’ ersetzt wurde (Stöckle 2005). Mit dem geänderten Untertitel wollte sie darauf hinweisen, dass nach der Psychiatrisierung, so schrecklich diese auch für sie gewesen sein mag, das Leben mit all seinen prinzipiell vorhandenen Möglichkeiten weitergeht. Zudem sah sie es als Problem an, sämtliche Verantwortung für den Verlauf der eigenen Lebensgeschichte Dritten zuzuweisen und das eigene Subjekt zum bloßen Objekt der äußeren Lebensumstände zu degradieren (Lehmann 2022, S. 294). Der Verleger fügte dieser Ausgabe ein Nachwort hinzu, das Tina Stöckles Notizen zu ihrer Diplomarbeit und mündliche Mitteilungen berücksichtigt. Die Frage etwa, inwieweit sie heute noch (wie im Buch von 1983) die Zweiteilung der Menschheit in ‚Zwanghaft-Normale’ und ‚Verrückte’ in dieser Abstraktion vornehmen würde, bleibt offen. Die beiden Pole sah sie eher als Tendenzen und weniger als ausreichende Charakterisierung einzelner Menschen an. Das entgrenzte ‚Jenseits von Normalität und Verrücktheit’ wollte sie nicht beschreiben (und damit wiederum fixieren), sondern leben (Lehmann 2022ba). 2022 erschien Tina Stöckles Buch unverändert als E-Book.

Tina Stöckle zu Ehren trägt das Weglaufhaus in Berlin seit seiner Eröffnung 1996 den Beinamen „Villa Stöckle“ (Lehmann 2022c).

Literatur

Alternative Liste Berlin (1981): Anti-Psychiatrie – Zur Achtung und Wahrung unserer Persönlichkeiten. [Mitformuliert von Tina Stöckle]. In: Alternative Liste für Demokratie und Umweltschutz: Wahlprogramm zu den Neuwahlen am 10. Mai 1981. Westberlin: Alternative Liste. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/al-ap-programm.pdf

Bruckmann, L., T. Stöckle, A. Heselhaus, F. Hasper, P. Lehmann (1987): Grüne, Psychiatrie und Antipsychiatrie – Ein grünes Armutszeugnis. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 3, S. 11-15. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/recht/pdf/armutszeugnis.pdf

Die Irren-Offensive (1981): Das Anti-Psychiatrie-Programm (Anti-Psychiatrie – Zur Achtung und Wahrung unserer Persönlichkeiten). [Mitformuliert von Tina Stöckle für das Wahlprogramm der Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz zu den Neuwahlen in Westberlin am 10. Mai 1981]. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 1, S. 34-36. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/al-ap-programm.htm

Die Irren-Offensive (1983a): »Louisa Lawson House – Zufluchtsstätte für ver-rückte Frauen in Australien«. [Übersetzung eines Artikels aus Everything – Anarchist-Feminist-Magazine (Universität Sydney), Sommer 1983 durch Tina Stöckle]. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 2, S. 33-34. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/frauen/pdf/louisa.pdf

Die Irren-Offensive (1983b): Friede den Ver-rückten! [Mitformuliert von Tina Stöckle]. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 2, S. 56-57. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/friede.pdf

Redaktionsgruppe Irrenoffensive (1981): Liebe Leserin, lieber Leser. [Mitformuliert von Tina Stöckle; Mitherausgabe der Zeitschrift als Mitglied der Redaktionsgruppe]. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 1, S. 2-3. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/io1-editorial.pdf

Redaktionsgruppe Irrenoffensive (1983): Liebe Leserin, lieber Leser!«. [Mitformuliert von Tina Stöckle; Mitherausgabe der Zeitschrift als Mitglied der Redaktionsgruppe]. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 2, S. 2. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/io2-editorial.htm

Redaktionsgruppe Irrenoffensive (1987): Liebe Leserin, lieber Leser! [Mitformuliert von Tina Stöckle; Mitherausgabe der Zeitschrift als Mitglied der Redaktionsgruppe). In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 3, S. 2. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/io3-editorial.pdf

Hentschel, R., P. Lehmann, K. Lindner, T. Stöckle, H. Treusch (1987): Behandlungsergebnis Selbsttod – Ein klassischer psychiatrischer „Fall“. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 3, S. 19-24. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/gesundheit/pdf/helmut-dieter.pdf

Lehmann, P. (2022a): Interview mit Tina. In: Stöckle, T. (1983/2022): Die Irren-Offensive – Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden. (E-Book). Berlin & Lancaster: Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag, S. 22-33. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/lehmann-interviewt-stoeckle.pdf

Lehmann, P. (2022b): Nachwort. In: Stöckle, T. (1983/2022): Die Irren-Offensive – Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden. (E-Book). Berlin & Lancaster: Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag, S. 291-295. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/verlag/titel/nachwort/9783925931819.pdf

Lehmann, P. (2022c): Laudatio anlässlich der Verleihung des Ingeborg-Drewitz-Preises der Humanistischen Union Berlin an das Weglaufhaus „Villa Stöckle“. In: Stöckle, T. (1983/2022): Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden. (E-Book). Berlin & Lancaster: Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag, S. 294-300.

Lehmann, P., T. Stöckle, L. Bruckmann (1988): Böcke zu Gärtnern machen? Leserbrief zu „Skandal ohne Ende. Eine Bilanz der Psychiatrieentwicklung seit der Enquete“ von Thomas Bock. In: Dr. med. Mabuse 13, (53), S. 5. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/reform/pdf/boecke.pdf

Opielka, M. (1985): Die Zukunft der psychosozialen Versorgung. [Mitformuliert von Tina Stöckle innerhalb der Bundes-Arbeitsgemeinschaft „Soziales und Gesundheit“ der Grünen in Westberlin am 1.-2. Dezember 1984]. In: DGSP-Rundbrief, (28), S. 5-7. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/reform/pdf/opielka.pdf

Projekt Weglaufhaus (1987): Projekt Weglaufhaus. [Mitformuliert von Tina Stöckle]. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 3, S. 3-6. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/io3-wlh.pdf

Redaktion TÜRSPALT (1986): Entwurf zur Vorlage bei den Grünen. Sprechervertrag zwischen den Grünen und dem Verband folgender Initiativen: Irrenoffensive, TÜRSPALT, Graue Panther (Altenpsychiatrie), Indianerkommune (Jugendpsychiatrie). [Mitformuliert von Tina Stöckle]. In: Türspalt – Psychiatriezeitung (München). In: Redaktion TÜRSPALT: Bericht vom Bundesarbeitskreis „Gesundheit und Soziales“ der GRÜNEN (1.12.84) in Berlin. TÜRSPALT 6, Heft 11, S. 18-21. Online:  https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/sprechervertrag.pdf

Stöckle, T. (1981): Wir können selbst reden! In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 1, S. 8-9, 13-15, 22-23, 26-29, 31-32.

Stöckle, T. (1982): Die Bedeutung der Selbsthilfegruppen im psychosozialen (psychiatrischen) Bereich, aufgezeigt am Beispiel der Irren-Offensive. Diplomarbeit an der Technischen Universität Berlin, Fachbereich 22 – Erziehungswissenschaften (Erstgutachter: Hellmut Lessing, Zweitgutachter: Manfred Liebel).

Stöckle, T. (1983a): Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieopfern. Frankfurt am Main: Extrabuch-Verlag.

Stöckle, T. (1983b): Kongress über alternative Psychiatrie. Bericht vom Psychipol-Kongress in Amsterdam und den Besuch des dortigen Weglaufhauses. In: Die Kleine Freiheit (Salzburg), Nr. 10, S. 25. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/psychipol.htm

Stöckle, T. (1983c): Das Ver-rücktenhaus – Ein Traum II. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 2, S. 31-32. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/selbsthilfe/pdf/io2-traum.pdf

Stöckle, T. (1983d): Rezension des Buches „Gebrauchsanleitung zum Selbstmord. Eine Streitschrift für das Recht auf einen frei bestimmten Tod“ von Claude Guillon & Yves LeBonniec, 1982. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 2, S. 57-58. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/recht/pdf/freitod-pdf

Stöckle, T. (1987): Rezension der Broschüre „Strahlend überschreiten wir alle Grenzen. Informationen, Tips und Grundsätzliches zur Ernährung“, herausgegeben von Anna Ochsenknecht für die Naturheilkundlich-feministische Beratungsstelle PULSATRULLA, Westberlin 1986. In: Szasz, T. S. (1987): Das Psychiatrische Testament. Mit einer Gebrauchsanweisung von Rechtsanwalt Hubertus Rolshoven. Berlin: Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag, S. 60-61. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/gesundheit/pdf/pulsatrulla.pdf

Stöckle, T. (2000): Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieopfern. Berlin: Edition Libera im Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag.

Stöckle, T. (2005): Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden. Erweiterte Ausgabe. Berlin: Edition Libera im Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag.

Stöckle, T. (2022): Die Irren-Offensive. Erfahrungen einer Selbsthilfe-Organisation von Psychiatrieüberlebenden. Neuausgabe als E-Book. Berlin & Lancaster: Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag.

Stöckle, T., P. Lehmann (1985): Psychiatrie-Enquete: Die Psychiatrie ist tot – Es lebe die Psychiatrie! Kritik an ‚Reform’-Psychiatrie‘ wächst. In: Umbruch – Zeitschrift für Kultur  4, (1), S. 33-40. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/reform/pdf/umbruch.pdf

Szasz, T. S. (1983): Die Dame in der Schachtel. [Übersetzung des Artikels „The lady in the box“ (The New York Times; 16.2.1982) durch Tina Stöckle]. In: Die Irren-Offensive – Zeitschrift von Ver-rückten gegen Psychiatrie (Berlin), Heft 2, S. 3. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/normalitaet/pdf/dame.pdf

Szasz, T. S. (1987): Das Psychiatrische Testament. Ein neuer Gesetzesmechanismus, um Menschen vor „Psychosen“ und vor der Psychiatrie zu schützen. [Übersetzung des Artikels „The psychiatric will: A new mechanism for protecting persons against ‚psychosis’‚ and psychiatry“ (American Psychologist 37, 1982, S. 762-770) durch Ralf Beyer, Peter Lehmann, Hannelore Pietsch, Gaby S., Heike Schlüchtermann, Tina Stöckle, Martin Wiedmann & Hartmut Zülch]. In: Szasz, T. S. (1987): Das Psychiatrische Testament. Mit einer Gebrauchsanweisung von Rechtsanwalt Hubertus Rolshoven. Berlin: Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag, S. 7-39. Online: https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/recht/pdf/szasz_pt.pdf

Web

https://antipsychiatrieverlag.de/artikel/biographien/tina-stoeckle.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/Tina_St%C3%B6ckle

Peter Lehmann

Zitierweise

Peter Lehmann

(2026):
Stöckle, Tina

In: Biographisches Archiv der Psychiatrie.

URL: https://biapsy.de/stoeckle-tina
Stand vom:
1.02.2026